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Themen und Services/Soziale Marktwirtschaft

Letzte Aktualisierung: 22. Mai 2023

Kooperation

Rückblick – Verleihung Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft 2023

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Dr. Martin Michael Lang
Dr. Martin Michael Lang
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Zum zehnten Mal wurde am 17. Mai 2023 in München der Roman Herzog Forschungspreis Soziale Marktwirtschaft an drei Nachwuchswissenschaftler*innen verliehen. Die mit 35.000 Euro dotierte Auszeichnung wird von der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unterstützt und gefördert. In seinem Grußwort erinnerte vbw Präsident Wolfram Hatz an die Einführung der Sozialen Marktwirtschaft vor 75 Jahren: „An dieser Erfolgsgeschichte hat auch das Roman Herzog Institut mitgeschrieben“, sagte er. „Mit dem Forschungspreis macht es unsere Wirtschaftsordnung stärker und robuster.“

Die Preisträger*innen 2023

Der Erstplatzierte Dr. Anselm Küsters setzt sich mit den intellektuellen Grundlagen der europäischen Rechtsordnung auseinander. In seiner Dissertation weist er nach, wie stark das ordoliberale Wettbewerbsverständnis über Jahrzehnte die europäische Wettbewerbspolitik und Rechtsprechung geprägt hat.

Staatlich festgelegte Mindestlöhne oder gedeckelte Mieten sind für Kritiker ein unzulässiger Eingriff in die privatrechtliche Vertragsfreiheit. Die zweite Preisträgerin Prof. Dr. Julia Kraft argumentiert in ihrer Habilitationsschrift dagegen. Sie hält solche Interventionen für legitim und notwendig, da sie bedürftigen Menschen grundlegende Freiheiten überhaupt erst ermöglichten.

Wie staatliches Handeln und veränderte Rahmenbedingungen Wohlstand und politische Stabilität fördern können, analysiert Dr. Florian Dorn. In seiner Dissertation untersucht der dritte Preisträger unter anderem, wie sich Infrastrukturprojekte auf die regionale Wirtschaftsentwicklung auswirken und welche Effekte der globale Handel auf die Einkommensungleichheit hat.

Festrede von Wirtschaftsweise Prof. Dr. Martin Werding

Zur Resilienz der Sozialen Marktwirtschaft sprach Prof. Dr. Martin Werding, Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Besorgt zeigte sich der Festredner über die Entwicklung der Staatsverschuldung. Zwar seien Finanzspritzen für private Haushalte und angeschlagene Unternehmen in Ausnahmesituationen kurzfristig gerechtfertigt. Langfristig müssten aber die öffentlichen Ausgaben gesenkt werden. Der Wirtschaftsweise empfahl, mehr auf marktwirtschaftliche Instrumente als auf staatliche Wettbewerbslenkung zu setzen.

Teilnehmer*innen

  • Dr. Florian Dorn, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Prof. Dr. Dominik H. Enste, Technische Hochschule Köln, Geschäftsführer IW Akademie GmbH
  • Prof. Dr. Nils Goldschmidt, Universität Siegen
  • Wolfram Hatz, Präsident vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e.V.
  • Prof. Dr. Dr. h. c. Stefan Hradil, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
  • Prof. Dr. Julia Kraft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
  • Dr. Anselm Küsters, Goethe Universität Frankfurt am Main
  • Prof. Randolf Rodenstock, Vorstandsvorsitzender Roman Herzog Institut e.V.
  • Dr. Ursula Weidenfeld, Moderatorin

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