April 2026
Die Rohstoffpreise legten im April erneut kräftig zu. Der vbw Rohstoffpreisindex stieg gegenüber März um 4,3 Prozent auf einen neuen Höchststand von 202,1 Punkten. Damit überstieg der Index das bisherige Rekordniveau aus dem März 2022. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag der vbw Rohstoffpreisindex um 38,8 Prozent höher.
Die Preise für Industriemetalle stiegen im April leicht überdurchschnittlich an. Das Plus gegenüber dem Vormonat lag bei 4,5 Prozent. Deutlich teurer wurde im April vor allem Germanium (+16,7 Prozent). Der Preis für das für Bayern wichtigste Industriemetall Aluminium stieg um 6,6 Prozent. Nur wenige der im Index enthaltenen Industriemetalle wurden im April zu niedrigeren Preisen gehandelt als im März. Die stärksten Preisabschläge verzeichneten Rhodium (-10,9 Prozent), Wismut (-6,9 Prozent) und Indium (-2,4 Prozent). Gegenüber dem Vorjahresmonat April 2025 explodierte der Preis für Wolfram. Ein Plus von 642,7 Prozent bedeutet, dass der Preis um mehr als das Siebenfache innerhalb eines Jahres gestiegen ist. Der Preis für Aluminium legte um über die Hälfte (+50,9 Prozent) zu.
Der Preisindex der Seltenen Erden ging, entgegen dem allgemeinen Trend, um 3,3 Prozent zurück. Günstiger wurden vor allem Samarium (-37,6 Prozent), Praseodym (-11,1 Prozent) und Neodym (-9,6 Prozent). Die Preise für Gadolinium (+17,5 Prozent) und Cerium (+11,5 Prozent) stiegen hingegen merklich an.
Die Preise für Edelmetalle gingen im April ebenfalls zurück. Gegenüber März lag der dazugehörige Teilindex um 2,5 Prozent niedriger. Neben Gold (-2,8 Prozent) wurden auch Silber (-2,6 Prozent), Palladium (-2,3 Prozent) und Platin (-1,5 Prozent) günstiger. Im Vergleich zum Vorjahresmonat war Silber weiterhin mehr als doppelt so teuer (+135,4 Prozent).
Im Zuge des anhaltenden Iran-Konflikts stieg der Ölpreis auch im April weiter an, Rohöl verteuerte sich gegenüber März um 7,1 Prozent. Folglich nahm der vbw Rohstoffpreisindex mit Energie gegenüber März um 6,9 Prozent zu. Gegenüber dem Vorjahresmonat lag der Index damit um fast die Hälfte höher (+49,1 Prozent).