Anlässlich der Kommunalwahl 2026 diskutierten am 04. Februar 2026 Wirtschaftsvertreter*innen und Kandidat*innen der Parteien für die Kommunalwahlen in Bamberg darüber, welche Anforderungen die Wirtschaft an die Kommunen hat und wie die örtlichen Standortbedingungen weiterentwickelt werden können.
Wirtschaftsförderung
Aus Sicht der Wirtschaft muss auch die Stadt Bamberg die Wirtschaftsförderung ins Zentrum ihrer Kommunalpolitik stellen. Ohne eine starke Wirtschaft vor Ort gibt es keine (Gewerbe-) Steuereinnahmen, keine wohnortnahen Arbeitsplätze und damit keine langfristige Perspektive für die Menschen vor Ort.
Rahmenbedingungen für die Transformation
Die Podiumsteilnehmer*innen stellten übereinstimmend fest, dass am Standort Bamberg Rahmenbedingungen gewährleistet werden müssen, die Unternehmen in der Transformation unterstützen. Dazu gehören vor allem eine digitalisierte, bürokratiearme Verwaltung, die zügige Vollendung der Energiewende und eine flächendeckende, höchstleistungsfähige Kommunikationsinfrastruktur (Glasfaser und Mobilfunk).
Wohnraum als wichtiger Standortfaktor
Ebenfalls wurde in der Diskussion deutlich, dass bezahlbarer Wohnraum die zentrale soziale Frage unserer Zeit ist und auch in Bamberg immer mehr zu einem Standortfaktor für Unternehmen wird. Die Hebel für mehr Wohnraum liegen in der Hand der Kommunen, da bei ihnen die Planungshoheit liegt. Neue Möglichkeiten, die etwa der Bauturbo des Bundes geschaffen hat, müssen konsequent genutzt werden.
Podiumsteilnehmer*innen
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Melanie Huml, MdL, Staatsministerin a. D., CSU, Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl Bamberg
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Sebastian Niedermaier, SPD, Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl Bamberg
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Jonas Glüsenkamp, Bündnis 90/Die Grünen, Kandidat für die Oberbürgermeisterwahl Bamberg
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Christian Pflaum, Geschäftsführer, RUPP + HUBRACH Optik GmbH, Bamberg
Moderation: Patrick Püttner, Geschäftsführer, vbw Bezirksgruppe Oberfranken, Coburg