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Letzte Aktualisierung: 19. Mai 2026

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März 2026 – Iran-Krieg führt zu Preissprung bei Erdöl

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1. Quartal 2026

Der vbw Energiepreisindex lag im ersten Quartal 2026 bei durchschnittlich 116,4 Punkten. Im Vergleich zum Vorquartal stieg der Index damit um 7,4 Prozent an. Im langjährigen Vergleich verharren die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft weiter auf erhöhtem Niveau.

Der Index für Primärenergie lag im ersten Quartal 2026 mit durchschnittlich 108,8 Punkten um überdurchschnittliche 13,6 Prozent höher als im vierten Quartal 2025. Im Vergleich zum Vorjahresquartal lag er zugleich um 11,4 Prozent niedriger. Zwischen Januar und März 2026 stieg der Index massiv um 35,2 Prozent an. Zwischen den verschiedenen Primärenergieträgern gab es im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal deutliche Unterschiede bei der Preisentwicklung. Während die Erzeugerpreise für Braunkohle (-4,9 Prozent) im Vergleich zum vierten Quartal 2025 nachgaben, stiegen die Preise für importiertes Erdgas (+5,6 Prozent) moderat und die Preise für importiertes Erdöl (+20,4 Prozent) drastisch an.

Auch der Index für Sekundärenergie stieg im ersten Quartal 2026 gegenüber dem Vorquartal an, wenn auch langsamer. Lag er im vierten Quartal 2025 noch bei 120,9 Punkten, so lag er im ersten Quartal des laufenden Jahres bei durchschnittlich 124,0 Punkten (+2,6 Prozent). Die Preise der verschiedenen Sekundärenergieträger entwickelten sich zugleich sehr unterschiedlich. Während die Strompreise bei Abgabe an die Industrie zurückgingen (-4,8 Prozent), stiegen die Erzeugerpreise für Flüssiggas moderat (+4,7 Prozent) und die Preise für Diesel (+16,0 Prozent) und Heizöl (+20,7 Prozent) stark an.

Der Strompreisindex, der im Index für Sekundärenergie enthalten ist und der neben dem Einfuhrpreis auch die inländischen Erzeugerpreise enthält, ging im ersten Quartal 2026 entgegen dem allgemeinen Trend um 4,7 Prozent zurück.

März 2026

Infolge des Irankriegs ist der vbw Energiepreisindex im März 2026 dramatisch gestiegen. Gegenüber Februar 2026 lag er um 22,6 Prozent höher. Das war der stärkste relative Anstieg des Index seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2005. Das Niveau des Vorjahresmonats wurde das erste Mal seit einem Jahr wieder überschritten (+10,0 Prozent). Im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 – dem letzten Vorkrisenjahr – lagen die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft um über die Hälfte (+58,5 Prozent) höher.

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