Der vbw Energiepreisindex ist im August 2026 den zweiten Monat in Folge gestiegen. Gegenüber Juli lag der Index um 4,3 Prozent höher bei 134,5 Punkten und damit nur knapp unter dem diesjährigen Höchststand von 136,3 Punkten. Gegenüber dem Vorjahresmonat August 2025 lagen die Preise im August um fast ein Viertel (+23,6 Prozent) höher. Im Vergleich zum Jahresdurchschnitt 2019 – dem letzten Vorkrisenjahr – lagen die Energiepreise für die bayerische Wirtschaft sogar um über 60 Prozent höher.
Der Teilindex für Primärenergie stieg im August um überdurchschnittliche 5,7 Prozent auf 130,4 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag der Index damit um 31,7 Prozent höher. Der Anstieg gegenüber Juli resultierte vor allem aus starken Preisaufschlägen für importiertes Erdgas (+9,8 Prozent) und importiertes Erdöl (+5,2 Prozent). Die Einfuhrpreise für Steinkohle gingen hingegen leicht um 1,6 Prozent zurück. Entgegen dem allgemeinen Trend wurden sowohl in Deutschland geförderte Braunkohle (-14,0 Prozent) als auch hierzulande gefördertes Erdöl (-10,1 Prozent) deutlich günstiger. Gegenüber dem Vorjahr lagen im August insbesondere die Importpreise für Erdgas (+41,9 Prozent) und Erdöl (+32,0 Prozent) klar höher. Der Preis für in Deutschland gewonnene Braunkohle lag gegenüber August 2025 hingegen um 6,1 Prozent niedriger.
Der Teilindex für Sekundärenergie stieg im August um 3,1 Prozent gegenüber Juli auf 138,6 Punkte. Das Vorjahresniveau wurde um 16,8 Prozent überschritten. Den stärksten Preisanstieg verzeichnete im August importierter Strom (+20,2 Prozent), gefolgt von in Deutschland produziertem Flüssiggas (+6,2 Prozent) und Diesel (+5,6 Prozent). Gegenüber dem Vorjahr lagen vor allem die Erzeugerpreise für Leichtes Heizöl (+65,3 Prozent) und Diesel (+41,0 Prozent) sehr viel höher. Deutlich weniger Volatilität verzeichnen die Fernwärmepreise. Gegenüber Juli stieg der Preis im August um 0,2 Prozent, verglichen mit dem Vorjahresmonat lag er um 0,5 Prozent niedriger.
Der Strompreisindex, der im Index für Sekundärenergie enthalten ist, lag im August 2026 bei 113,3 Punkten. Gegenüber Juli stieg der Index damit um 3,0 Prozent. Gegenüber dem Vorjahresmonat August 2025 lagen die Strompreise um 1,6 Prozent höher.