Die wirtschaftliche Lage ist angespannt, bisher erfolgreiche Geschäftsmodelle verlieren an Tragfähigkeit und zunehmende Regulierung begrenzt den Handlungsspielraum von Finanzinstituten. Wie es Unternehmen in herausfordernden Situationen gelingt, den Dialog mit den Banken sinnvoll zu gestalten, diskutierten Experten auf einer Fachveranstaltung der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. in Kooperation mit der Tradizio GmbH.
„Wir haben keine allgemeine Kreditklemme in Deutschland, aber die Anforderungen an Kreditnehmer sind gestiegen“, stellte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt fest. Er betonte, dass für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts eine gute Kreditversorgung unabdingbar ist – für notwendige Investitionen in die Transformation, zur Erschließung neuer Märkte oder zum Erhalt der Liquidität.
Dr. Matthias Witek, Managing Partner bei der Tradizio GmbH, betonte: „In einer angespannten Unternehmenssituation ist Zeit ein Vermögenswert. Frühes Handeln schützt die Liquidität, stärkt das Vertrauen und schafft mehr Optionen – spätes Handeln erschwert die Sanierung und gefährdet Substanz des Unternehmens.“
Laut einer Studie des Beratungshauses Falkensteg hat sich die Überlebenschance eines insolventen Unternehmens innerhalb der letzten fünf Jahre beinahe halbiert. „Das ist eine alarmierende Nachricht. Mit konkreten Empfehlungen für einen rechtzeitigen und vertrauensvollen Austausch mit Banken unterstützt die vbw Firmen dabei, Krisen zu vermeiden oder schwierige Lagen zu managen“, erklärte Brossardt.