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Letzte Aktualisierung: 12. Juni 2026

Pressemitteilung

Realismus und Finanzierbarkeit bei der Rente notwendig / Brossardt: „Unternehmen und Beitragszahler nicht weiter belasten“

Anlässlich der heutigen Zustimmung des Bundesrates zur Rentenerhöhung um 4,2 Prozent braucht es laut vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. eine faktenbasierte und nüchterne Debatte über die langfristige Finanzierbarkeit. „Eine dauerhafte Fixierung des Rentenniveaus bei 48 Prozent ist unter diesem Aspekt klar abzulehnen. Bereits heute fließen fast 130 Milliarden Euro jährlich als Bundeszuschuss in die Rentenversicherung. Diesen Betrag weiter zu erhöhen ist angesichts der Haushaltslage keine Option. Vielmehr muss der Nachhaltigkeitsfaktor in der Rentenpassungsformel wieder wirken und an die aktuelle demografische Entwicklung angepasst werden. Das ist kein Angriff auf Rentner – es ist eine faire Lastenverteilung zwischen den Generationen“, erklärt vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Für die vbw ist klar: Künftige Rentenreformen dürfen keine höhere Beitragsbelastung nach sich ziehen. „Höhere Beiträge würden die Lohnzusatzkosten weiter erhöhen und sich direkt negativ auf die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland auswirken. Die Unternehmen und Beitragszahler von heute dürfen nicht weiter belastet werden“, erläutert Brossardt und ergänzt: „Die Behauptung, die Rente würde abstürzen, ist schlichtweg falsch. Das mittlere Nettoäquivalenzeinkommen für Personen ab 65 Jahren ist im Zeitraum von 2021 bis 2024 um neun Prozent gestiegen. Ausschlaggebend ist hierfür auch, dass die Entwicklung der gesetzlichen Rente an die Lohn- und Gehaltsentwicklung geknüpft ist. Von daher mahnen wir zu Realismus und Zurückhaltung.“

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