Letzte Aktualisierung: 09. Juli 2026
Pressemitteilung
KI-Boom im Freistaat gewinnt weiter an Tempo / Brossardt: „Unternehmen brauchen weniger Regulierung und mehr Innovationsspielraum “
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Künstliche Intelligenz (KI) verändert Wirtschaft und Gesellschaft grundlegend und gewinnt auch in Bayern rasant an Bedeutung. Zu dieser Einschätzung kommt die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. auf dem gemeinsamen Kongress „Aktuelle KI-Perspektiven für die bayerische Wirtschaft“ mit dem Bundesverband Digitale Organisation und Ausbildung BDOA e. V. Bereits 25 Prozent der Unternehmen im Freistaat setzen aktuell KI-Anwendungen ein. Damit hat sich die Nutzung im Vergleich zum Vorjahr erneut verdoppelt. „KI verändert sehr vieles gleichzeitig in den verschiedensten Branchen, zum Beispiel die Art, wie wir arbeiten, wie wir Medieninhalte erstellen und konsumieren und wie wir Krankheiten behandeln. Die Dynamik ist enorm – und sie eröffnet große Chancen für den Wirtschaftsstandort Bayern“, erklärte vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.
Die Einsatzfelder von KI sind vielfältig: In der industriellen Produktion kann sie Kosten und Aufwand von Prozessen reduzieren. KI-Anwendungen können betriebliche Abläufe effizienter gestalten, Fachkräfte entlasten und fundiertere strategische Entscheidungen unterstützen. „Ein wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist die gezielte Förderung durch die Politik. Mit der Hightech-Agenda Bayern hat der Freistaat rund sechs Milliarden Euro in Forschung und Technologie investiert – die größte Initiative dieser Art auf Länderebene in Deutschland. Dadurch ist ein bundesweit einzigartiges KI-Ökosystem entstanden. KI-Innovationen machen unser Leben einfacher, gesünder und wirtschaftlich erfolgreicher“, so Brossardt.
Auch auf Bundesebene gewinnt das Thema weiter an Gewicht: Mit der Hightech-Agenda Deutschland soll KI zur nationalen Priorität werden. Ziel ist es, Deutschland gemeinsam mit europäischen Partnern als führenden Standort und Leitmarkt für industrielle KI-Anwendungen zu etablieren. Gleichzeitig mahnt die vbw einen realistischen Blick auf den internationalen Wettbewerb an: „Mit den USA und China haben wir starke Konkurrenten. Während diese KI-Anwendungen sehr schnell in den Markt bringen, diskutiert Europa noch zu stark über Regulierung und Dokumentationspflichten“, betonte Brossardt und ergänzte: „Wer im globalen Wettbewerb bestehen will, darf sich nicht selbst ausbremsen. Der europäische Rechtsrahmen für KI bleibt weiterhin zu komplex. Wir brauchen mehr Chancenbewusstsein in Brüssel und weniger bürokratische Hürden.“