Letzte Aktualisierung: 22. Juli 2026
Pressemitteilung
Deutliche Zustimmung zu den Rentenvorschlägen der Alterssicherungskommission / Brossardt: „Bevölkerung ist offener für Reformen, als viele glauben“
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In der Bevölkerung Bayerns findet sich deutlich mehr Zustimmung zu den Vorschlägen der Alterssicherungskommission als Ablehnung. Das ist das Ergebnis eines Stimmungsbildes, das die vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. unter Teilnehmenden der diesjährigen vbw ZukunftsWerkstatt durchgeführt hat. Dazu vbw Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt: „Als Wirtschaftsverband betonen wir seit langem die dringende Notwendigkeit von tiefgreifenden Reformen bei der Rente. Das im Rahmen der vbw ZukunftsWerkstatt erhobene Stimmungsbild zum Alterssicherungsbericht verdeutlicht, dass die Bevölkerung in Bayern den Vorschlägen der Alterssicherungskommission unterm Strich positiv gegenüberstehen. Sie ist damit wohl offener für Reformen, als viele glauben.“
Laut vbw stimmen 42 Prozent der Befragten der Aussage zu, dass die Empfehlungen der Alterssicherungskommission die Rente generationengerechter machen. Nur 18 Prozent widersprechen dieser Aussage. Betrachtet man die einzelnen Maßnahmen, findet auch die geplante Anhebung des Renteneintrittsalters mehr Zustimmung als Ablehnung: 52 Prozent befürworten die Erhöhung des Eintrittsalters, während 25 Prozent sie ablehnen. „Dieses Ergebnis zeigt, dass eine Anhebung des Rentenalters in der Bevölkerung keineswegs ein ‚No-Go‘ ist, so wie bisweilen dargestellt“, erklärt Brossardt weiter.
Auch die Abschaffung der sogenannten „Rente mit 63“ wird von mehr Personen begrüßt (42,3 Prozent) als abgelehnt (29,2 Prozent). Mit 84 Prozent finden die Pläne, die gesetzliche Rente mit kapitalgedeckten Bausteinen zu ergänzen, die höchste gemessene Zustimmung. Nur vier Prozent lehnen sie ab. „Die klare Zustimmung für mehr Kapitaldeckung ist erfreulich. Das hebt hervor, dass in der Bevölkerung das Bewusstsein für die Chance des Kapitalmarkts vorhanden ist. Diese positive Haltung gilt für es die Verbreitung der kapitalgedeckten Altersvorsorge zu nutzen und auszubauen. Allerdings muss der Gesetzgeber dafür sorgen, dass die Arbeitskosten in Gänze deutlich nach unten gebracht werden“, betont Brossardt.
Bei der geplanten Rentenversicherungspflicht von Minijobs ist das Stimmungsbild unterm Strich ausgewogen, auch wenn die Zustimmung bei 44 Prozent liegt und damit fünf Prozentpunkte höher als die Ablehnung.
Hintergrund: Stimmungsbild / vbw ZukunftsWerkstatt:
Die Erhebung des Stimmungsbilds fand im Rahmen von drei der fünf diesjährigen Termine der vbw Zukunftswerkstatt in Würzburg (09.-11. Juni), Selb (18.-20. Juni), Eggenfelden (25.-27. Juni), München (02.-04. Juli) und Memmingen (09.-11. Juli) statt. Dort diskutierten insgesamt 236 per Zufallsprinzip ausgewählte Bürgerinnen und Bürger auf Einladung der vbw zum Thema „Generationengerechte Rente“. Ziel dabei war die Erarbeitung von Vorschlägen, wie das Rentensystem zukunftsorientiert gestaltet werden kann. Den Bericht mit den Ergebnissen wird die vbw im Herbst diesen Jahres veröffentlichen. Die Alterssicherungskommission hat ihren Bericht am 21. Juni 2026 vorgelegt. In den danach stattfindenden Terminen der ZukunftsWerkstatt in Eggenfelden, München und Memmingen hat die vbw unter den insgesamt 138 Teilnehmenden dieser drei Termine eine Umfrage zu den Vorschlägen der Alterssicherungskommission durchgeführt.