Am 24. März 2025 diskutierten Vertreter*innen aus Politik und Wirtschaft über den Ausbau der digitalen Netze sowie die Anforderungen der Wirtschaft.
Die Versorgung mit Glasfaser und 5G-Mobilfunk kommt voran, aber der Bedarf bleibt hoch
Die Breitbandversorgung in Bayern hat sich in den vergangenen zwölf Jahren deutlich verbessert. Insbesondere die Grundversorgung mit 100 Mbit/s und 4G ist weitgehend gesichert. Bei Glasfaseranschlüssen und 5G ist jedoch noch erheblicher Handlungsbedarf gegeben, Letzteres beispielsweise an Bahnstrecken. Das Podium war sich einig, dass der Ausbaufortschritt immer „vor dem Bedarf“ sein sollte, um die technologiebedingt steigenden Anforderungen der Unternehmen und Haushalte zu erfüllen und die bayerischen Standorte attraktiv zu halten.
Gute Rahmenbedingungen beschleunigen den Netzausbau
Der Ausbau hängt erheblich von einfachen, schnell und kostengünstig zu erfüllenden Auflagen und guten Rahmenbedingungen ab. Bayern hat hier bereits beispielsweise mit Zustimmungsfiktion oder Genehmigungsfreiheit einiges getan. Für den Mobilfunkbereich ist dringend erforderlich, dass die EU-Kommission die Förderbedingungen für den Mastenbau entschärft. Bei seiner Gigabitförderung muss der Bund darüber hinaus mehr Gelder für den Freistaat bereitstellen.
Vortragende und Podiumsteilnehmer
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Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer, vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. (Moderation)
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Dr. Markus Wittmann, Ministerialdirektor, Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie
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Hanno Kempermann, Geschäftsführer, IW Consult GmbH, Köln
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Katharina Kreitz, Gründerin und Beiratsmitglied, Vectoflow GmbH
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Wolfgang Bauer, Leiter Abteilung VII – Digitalisierung Breitband und Vermessung, Staatsministerium der Finanzen und für Heimat
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Harald Geywitz, Repräsentant Berlin, Government Relations | Corporate Affairs, Telefónica Deutschland GmbH & Co. OHG